Ende Dezember erweiterte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) seine "Abgas"-Liste; eine Aufzählung aller Fahrzeugmodelle, die unzulässige Abschalteinrichtungen enthalten. Seitdem lassen sich sechs weitere Mercedes-Modelle darauf finden. Dem Stuttgarter Autobauer droht jetzt die nächste Rückrufwelle.

Neue Mercedes-Modelle landen auf KBA-Liste

Auf der „schwarzen Liste” des KBA zu landen, ist wohl das Schlimmste, was Autobauern passieren kann. Seit der Abgasskandal im Hause VW seinen Anfang genommen hat, erweitert sich die Liste in regelmäßigen Abständen. Nun hat es wieder einmal Mercedes getroffen.

Schuld ist der OM 607-Motor, der unter anderem in der A- und der B-Klasse sowie im Citan verbaut ist. Das KBA hat nach eigenen Angaben mehrere Abschalteinrichtungen in allen Wagentypen entdeckt, die mit diesem Motor ausgestattet sind. An der Entwicklung war auch der französische Autobauer Renault beteiligt. Ob und wie sich die Vorwürfe der Behörden auf Renault auswirken, bleibt abzuwarten.

Hinweis: Zulässigkeit der Abschalteinrichtungen noch nicht gerichtlich geklärt
In der Liste selbst weist das KBA darauf hin, dass noch mehrere Gerichtsverfahren anhängig sind, in denen über die Rechtmäßigkeit der infragestehenden Abschalteinrichtungen entschieden wird.

Listenfahrzeuge werden zurückgerufen

Die Liste ist unter Autobauern deswegen so gefürchtet, weil sie häufig Rückrufe nach sich ziehen. Und die wiederum schaden den Unternehmen im Prozess. Denn ein Rückruf legt nahe, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Sobald also das KBA einschreitet, ist eine Verurteilung der Hersteller sehr wahrscheinlich.

Diesel-Klagen lohnen sich noch immer

In Zukunft dürften auf Mercedes noch weitere Klagen zukommen als ohnehin schon. Immerhin stehen die Erfolgschancen dank Listeneintrag und nahendem Rückruf ziemlich gut. Haben auch Sie einen Schummeldiesel? Wir helfen Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche. Unsere Ersteinschätzung ist dabei kostenlos und unverbindlich.

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