64,8 Millionen EUR – so viel kostet Opel die Verstrickung in den Abgasskandal. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt bereits im Februar das millionenschwere Bußgeld verhängt. Einen Strafprozess wird es gegen das Unternehmen aber nicht geben. Und doch bleibt Hoffnung für geprellte Kund*innen.

Staatsanwaltschaft verhängt Bußgeld

Der Abgasskandal macht auch vor Opel nicht halt. Der Rüsselsheimer Autobauer soll genau wie VW und Co. bei seinen Dieselfahrzeugen getrickst haben. Die Konsequenz: Ein Bußgeld in Höhe von 64, 8 Millionen EUR, das die Staatsanwaltschaft schon im Februar verhängt hatte.

Doch nicht nur das Unternehmen selbst muss tief in die Tasche greifen. Auch vier Mitarbeiter*innen zahlten bereits eine Auflage von jeweils mehreren tausend Euro. Insgesamt kommen Konzern und Beschäftigte aber deutlich besser weg als die Konkurrenz. Denn anders als bei VW, wird es keine großen Strafprozesse geben, bestätigte die Staatsanwaltschaft Frankfurt.

Hinweis: Opels verbrennerfreie Zukunft
Im Juli kündigte Opel an, ab 2028 nur noch Elektroautos zu verkaufen und damit aus dem Geschäft mit Verbrennern aussteigen zu wollen. Dafür will der Mutterkonzern Stellantis bis 2025 mehr als 30 Milliarden Euro in die Entwicklung von E-Autos und Hybridfahrezugen stecken.

Opel bestreitet Abgasbetrug

Gleichzeitig betonte Opel, dass es im Bußgeldverfahren nur um eine „Verletzung von Dokumentationspflichten” im Zulassungsprozess einiger Modelle ging. Zu keinem Zeitpunkt hätten Staatsanwaltschaft oder Gericht festgestellt, dass in den Fahrzeugen des Autobauers illegale Abschalteinrichtungen verbaut seien, so ein Unternehmenssprecher. Nach wie vor entsprächen alle Fahrzeuge den gesetzlichen Anforderungen.

Mehrere Rückrufe durch das KBA

Dennoch erließ das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in der Vergangenheit mehrere Rückrufe für Opel-Fahrzeuge. Die Bundesbehörde sprach explizit von „unzulässigen Abschalteinrichtungen”, die durch Softwareupdates entfernt werden sollten. 2017 erstattete das KBA sogar die Strafanzeige, die jetzt zum Bußgeld geführt hat.

Opel-Kund*innen sollten klagen

Zwar ist Opel strafrechtlich aus dem Schneider. Zivilrechtliche Ansprüche der Kund*innen bleiben aber nach wie vor bestehen. Das Bußgeld zeigt jedenfalls, dass Opel sich seine Tricksereien Millionen kosten lässt. Wenn auch Sie Schadensersatzansprüche gegen Opel geltend machen wollen, sind wir an Ihrer Seite. Unsere Anwält*innen prüfen Ihren Fall.

Ihre Experten im Dieselskandal
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