Anstieg der Kosten bei der Halleschen

Beitragserhöhungen gehören auch bei der Halleschen zum jährlichen Geschäft. Für viele Versicherte stellt der Anstieg der Versicherungsprämien eine zunehmende finanzielle Belastung dar. Über die konkreten Gründe für eine Prämienerhöhung wurden die Versicherten in der Vergangenheit jedoch oft im Dunkeln gelassen.

Dabei hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass das die Unwirksamkeit von Anpassungen zur Folge haben kann. Der Grund: Beitragserhöhungen der PKV müssen verständlich und nachvollziehbar begründet sein (§ 203 Abs. 5 VVG). Das gilt auch für die Hallesche. Pauschale Aussagen können demnach zur Unwirksamkeit der Erhöhung führen.

Sie zweifeln an der Wirksamkeit der Beitragserhöhung Ihrer PKV? 
Jetzt kostenlose Ersteinschätzung erhalten

Rechtswirksamkeit von Prämienerhöhung bei der Halleschen

Die oft schwammigen Begründungen der privaten Krankenversicherungen haben dazu geführt, dass Versicherte die Rechtsgültigkeit der Beitragsanpassungen angezweifelt haben – einige reichten Klage ein. Dies führte unter anderem zu einer Überprüfung der Begründungsanschreiben durch den BGH.

Daraus resultierten mehrere Urteile mit ähnlichen Wortlauten: Eine Erhöhung von PKV-Beiträgen ist nur dann wirksam, wenn der Versicherer die Gründe nachvollziehbar darlegt. Ist das nicht der Fall, können Versicherungsnehmer die Prämienerhöhungen anfechten. Es besteht ein Anspruch auf Erstattung der zu viel gezahlten Beiträge.

Hinweis: Rechtssicherheit der Beitragserhöhung überprüfen
Lassen Sie Ihre Beitragserhöhung der vergangenen Jahre auf Rechtswirksamkeit prüfen. Sollten die Mitteilungen zu den Beitragserhöhungen nicht dem geltenden Recht entsprechen, können Sie Anspruch auf eine Rückerstattung der zu viel gezahlten Beiträge erheben.

Begründungen auch bei Hallescher anfechtbar

Hat die Hallesche Ihnen in der Vergangenheit pauschal erläutert, dass aufgrund von bspw. „Kostensteigerungen” Beiträge erhöht werden müssen, stellt das keine ausreichende Begründung dar. Das Begründungsschreiben muss den Mindestanforderungen nach § 203 Abs. 5 VVG entsprechen.

Beitragserhöhung der Halleschen unwirksam? So gehen Sie vor

Wenn Sie vermuten, dass zurückliegende Beitragserhöhung der Halleschen unwirksam sind, empfehlen wir Ihnen, das von einem Fachanwalt für Versicherungsrecht überprüfen zu lassen. Dieser gibt Ihnen eine reelle Einschätzung zu Ihrem Versicherungsvertrag bzw. vergangenen Beitragserhöhungen und weiß, wo rechtlich anzusetzen ist.

Grundsätzlich benötigen Sie folgende Dokumente:

  • Versicherungspolice der Halleschen
  • Mitteilungsschreiben zu Beitragserhöhungen aus den vergangenen zehn Jahren
  • ggf. Schreiben zu etwaigen Tarifwechseln

 

Unwirksame Beitragserhöhungen der Halleschen

 

Höhe der möglichen Rückerstattung

Wie hoch eine Rückerstattung bei unwirksamen Prämienerhöhungen ausfällt, kann nicht beziffert werden. Doch bewegen sich die Zeiträume möglicher Erstattungen zwischen drei und zehn Jahren.

Wichtig: Schnelles Handeln
Der Beginn der Verjährungsfrist liegt in 2020. Um aber eine möglichst hohe Rückforderung zu erwirken, kann sich schnelles Handeln lohnen. Stichwort: Verjährungshöchstgrenze.

Sie als Versicherungsnehmer haben theoretisch bis Ende 2023 Zeit, Ansprüche gegenüber der Halleschen geltend zu machen. So lange sollten Sie aber nicht warten. Denn auch die Verjährungshöchstgrenze sollte berücksichtigt werden. Die liegt aktuell bei zehn Jahren.

Bedeutet: Rückforderungsansprüche für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren sind möglich. Mit Ablauf dieses Jahres kann sich das aber ändern. Die Höchstgrenze kann im nächsten Jahr schon niedriger liegen.

Gekoppelt ist das zudem an eine Voraussetzung: Sie dürfen in der Vergangenheit noch keine Rückforderungsansprüche gegenüber der Halleschen geltend gemacht haben.

Ihre Experten im Versicherungsrecht
Ihre Experten im Versicherungsrecht

Hans-Christoph Hellmann, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Versicherungsrecht, steht Ihnen zusammen mit seinem Kanzleiteam bei Fragen und Problemen im Versicherungsrecht zur Seite!

Zur kostenlosen Ersteinschätzung
Anwälte